Wanderfreude für Wanderfreunde im kleinsten Naturpark Bayerns

Der Steinwald ist zwar der kleinste Naturpark Bayerns, ist aber mit seinen Sehenswürdigkeiten und seiner Natürlichkeit ganz groß. Hier können Sie völlig frei von Abgasen, Großstadtlärm und Stress neue Energie tanken. Ein gut ausgebautes und deutlich gekennzeichnetes Wanderwegenetz ermöglicht Touren von beliebig langer Dauer und in verborgene Winkel. Lesen Sie hier, was Sie bei Ihren Wanderungen im Steinwald erleben können.

TIPP: Tolle Wander-Routen finden Sie im Touren-Finder, Faltblätter zu einigen Routen im Download-Bereich oder als kostenlose Printausgabe auf Anfrage!

Ge(h)nuss-Wandern auf dem Goldsteig

Im Oberpfälzer Wald, genauer gesagt in Marktredwitz, beginnt der 660 Kilometer lange Qualitätswanderweg „Goldsteig“. Er führt durch das größte zusammenhängende Waldgebirge Mitteleuropas bis in die Dreiflüssestadt Passau und reizt mit naturnahen Wegen, grandiosen Ausblicken, sehenswerten Kulturdenkmälern sowie faszinierenden Landschaftsbildern. 2017 feiert der Qualitätswanderweg sein 10-jähriges Jubiläum!

Die Nord-Route läuft über den Kamm und die Tausender-Gipfel des Bayrischen Waldes. Auf diesem Weg durchwandern Sie den Steinwald mit den ersten Etappen des Hauptweges. Auch einige Rund- und Zuwege durchqueren unser Gebiet. Nach dem Start in Marktredwitz sind es nur 17,5 Kilometer bis nach Friedenfels mit den Goldsteig-Ge(h)nuss-Gastgebern, bei denen Sie gemütlich einkehren können. Danach durchqueren Sie Falkenberg mit seiner restaurierten historischen Burg. Weiter geht es bis nach Passau.

Geheimnisvolle Felsen

Im Steinwald muss niemand Berge versetzen. Hier stehen sie schon alle am richtigen Fleck. Wanderrouten durch den gesamten Steinwald führen Sie durch ursprüngliche Waldlandschaften hin zu den rätselhaften Felsgestalten, Burgen und Steinmeeren. Die imposanten Granit-Formationen entstanden vor circa 285 Millionen Jahren und bergen viele Mythen um sich. Das Wahrzeichen des Steinwaldes ist der Zipfeltannen-Felsen, der auch den Beinamen „Steinwald-Sphinx“ trägt. Doch es gibt noch weitere üppige Felsformationen, deren geheimnisvollen Sagen Sie auf Ihrer Entdeckungstour auf die Schliche kommen können – oder Sie lassen Ihren Gedanken freien Lauf und dichten selbst Ihre Geschichte dazu. So wie damals Johann Wolfgang von Goethe, dessen Phantasie und Forscherlust durch unsere Felsen beflügelt wurde. 

Malerische Ausblicke

Viele Wanderungen haben ein bestimmtes Ziel: den überwältigenden Ausblick in die Ferne. Wenn es um malerische Aussichten geht, ist der „Oberpfalzturm“ auf der höchsten Erhebung des Steinwaldes (946 Meter) einer der beliebtesten Anlaufpunkte. Die Plattform auf 33 Metern Höhe bietet Ihnen vor allem bei gutem Wetter einen grandiosen Blick in alle Lande: Tschechien, Böhmer Wald, Bayerischer Wald, Nürnberger Land und das Fichtelgebirge. Obwohl der Turm eines der populärsten Ausflugsziele ist, sind Sie dort teilweise allein und können den Ausblick in aller Ruhe genießen. Zum Oberpfalzturm führen mehrere Wege: Wenn Sie vom Marktredwitzer Haus loswandern, können Sie auf dem Weg dorthin die imposante Burgruine Weißenstein besichtigen.Wenn Sie Ihre Wanderung in Pfaben beginnen, können Sie eine Rast im erst kürzlich renovierten Waldhaus einlegen und sich mit einer zünftigen Brotzeit stärken.

Mit spiritueller Kraft zur Burgruine Waldeck

Eine Burg als Ruine: Hört sich unspektakulär an, ist aber im Markt Waldeck bei Kemnath der Besuchermagnet schlechthin.  Auf dem 24 Millionen alten Basaltkegel des Waldecker Schlossbergs (641 Meter) stehen die Überreste einer der ältesten Burgen der Oberpfalz. Im 12. Jahrhundert wurde sie erstmals urkundlich genannt, im 15. Jahrhundert zur Festung ausgebaut. Den 30-jährigen Krieg und den Spanischen Erbfolgekrieg überstand die Burg mit vielen Blessuren. Ein verheerender Brand im Jahr 1794 zerstörte die Burg sowie den gesamten Ort allerdings komplett. Während man Waldeck wieder aufbaute, beließ man die Burg als Ruine. Heute werden die Reste der Ruine vom heimischen Heimat- und Kulturverein mit viel Aufwand restauriert.

Auf dem Weg hinauf zur ganzjährig frei zugänglichen Burgruine können Sie sich spirituell begleiten lassen. Der neu gestaltete Martlerlweg, ein Projekt der „Lebenswege Kemnather Land“,  führt vom Alten Friedhof Waldeck zur Ägidius Kapelle am Schloßberg. Bei Ihrem Weg über Feld- und Wiesenwege begleiten Sie Glaubens- und Lebenssymbolen sowie kurzweilige Aufgaben am Wegesrand. Diese regen Sie zum Nachdenken über Ihr eigenes Leben und das Zusammenleben mit Anderen an. Eine blau-weiße Markierung zeigt Ihnen dabei immer den rechten Weg. Egal, ob Sie die 7,2 km lange Strecke mit 15 Stationen wählen oder die kurze mit 10 Stationen, welche auch für Kinderwagen geeignet ist.  

Wenn Sie oben angekommen sind, fühlen Sie sich schon fast wie eine Burgherrin oder ein Burgherr, denn der Grundriss der Burg wurde aus den alten Steinen wieder hergestellt. So können Sie die Raumgebung in einer einzigartigen Weise nachvollziehen. Zum anderen bietet sich Ihnen von dort aus ein wunderschöner Ausblick über das Kemnather Land und die umliegenden Vulkanberge Parkstein, Rauher Kulm, Anzenberg, Armesberg und Wunschenberg.  Doch schon die Sicht auf Waldeck herunter, ist etwas Besonderes: die Häuser sind nach dem Brand Ende des 18. Jahrhunderts in einer außergewöhnlichen L-Form angeordnet worden, wobei der Untere Markt der längere und der Obere Markt der kürzere Teil ist.

Die Broschüre zum Martlerlweg mit Wegbeschreibung können Sie kostenfrei bei uns anfordern.

Lehrreiche Rundwege

Intellektuelles Wandern mit Spaß für die ganze Familie – So könnte der Slogan für viele Routen im Naturpark Steinwald heißen. Die bekanntesten vier sind der Waldhistorische Lehrpfad in Pfaben, der Schleifererpfad am Informationszentrum Glasschleif in Pullenreuth, der Phantastische Karpfenweg in Kemnath sowie der WaldErlebnispfad in Fuchsmühl.

Der 5,5 Kilometer lange Waldhistorische Lehrpfad beginnt und endet in Pfaben. Anhand von 13 Thementafeln erhalten Sie interessante Informationen zur Waldbewirtschaftung und den Lebensbedingungen in der vergangenen und heutigen Zeit. Sie bekommen einen Einblick in das anstrengende Leben im Steinwald, das erst mit der Industrialisierung leichter wurde. Den Flyer zum Waldhistorischen Lehrpfad mit allen seinen Stationen finden Sie hier.

Dem Schleifen und Polieren von Glas widmet sich der 1,5 Kilometer lange Schleifererpfad. Sie erfahren vieles über das Glasschleifen, die Waldgeschichte und die Steinwälder Geologie. Der Wanderweg beginnt direkt an der ehemaligen Glasschleif, in der seit 2011 ein Informationszentrum beherbergt ist. Große Übersichtstafeln, kurze Dokumentationsfilme, interessante Ausstellungen zu Funden und Ausgrabungen sowie Vorträge versetzen Sie in die Welt von gestern. Alle Infos finden Sie in unserem Flyer.

Rund um den Fisch geht’s beim Phantastischen Karpfenweg in Kemnath. Auf 2,4 Kilometern wird Ihnen die 1000-jährige Geschichte der Karpfenzucht in der Region vor Augen geführt. Die farbenfrohen Fischskulpturen von einheimischen Künstlern lassen den Weg zu einem kulturhistorischen Erlebnis werden. Kinder begeistert vor allem die Karpfen-Rallye, bei der sie kniffelige Aufgaben lösen dürfen. Die Wegbeschreibung sowie das Aufgabenblatt gibt's hier.

Der unter der Trägerschaft des Naturparks Steinwald e.V. errichtete WaldErlebnispfad Fuchsmühl ist wirklich ein Erlebnis für Groß und Klein. Der interaktive Parcours führt vorbei an interessanten Waldbildern, aber auch über die offene Flur mit Streuobstwiesen – stets gespickt mit Wissenswertem rund um das Thema Ökosystem Wald. Eine Station auf dem rund 5 km langen Weg ist der Waldbadeweiher. Hier können Sie sich erholen und stärken. Ein Faltblatt beschreibt Ihnen den Weg.

Der lokale Fernsehsender OTV hat sich ebenfall mit dem WaldErlebnispfad beschäftigt. In ihrem Freizeittipp geben Sie einen Einblick in den Streckenverlauf (Steuerung der Video-Funktionen über die rechte Maustaste). Anschauen lohnt sich! Falls auf Ihrem Rechner kein Flash-Player installiert ist, können Sie das Video auch hier einsehen.

Das Waldhaus im Steinwald

Wer im Steinwald wandert, kommt eigentlich gar nicht um eine Rast im Waldhaus herum. Das Waldhaus hat eine lange Tradition. Bereits 1831 wird an dieser Stelle ein Waldwärterhaus errichtet und wenige Jahre später eine zugehörige Gaststube genannt. Die Forstverwaltung ließ 1898 das heutige Waldhaus errichten. Erst nach dem zweiten Weltkrieg verlor das Waldhaus als Forstdienstsitz an Bedeutung. 1997 rückte es aber mit der Verfilmung von „Krambambuli“, einer Novelle von Marie von Ebner-Eschenbach wieder in das Licht der Öffentlichkeit.

Ein neues Kapitel in der Waldhausgeschichte begann 2012 mit dem Vorhaben der Steinwald-Allianz, das Gebäude zu einer Informationsstelle mit Kleingaststätte umzubauen. Der Bau wurde unter strengen Auflagen des Naturschutzes überwacht. So wurde ein eigener Brunnen sowie eine Kleinkläranlage mit der höchsten Reinigungsstufe auf dem neuesten Stand der Technik errichtet. Das Gebäude selbst wurde grundlegend saniert. Neben einer Kleingaststätte mit Küche auf der unteren Etage entstand im Obergeschoss ein Info-Raum. Die Bayerischen Staatsforsten und der Geopark Bayern-Böhmen richteten dort eine Informationsstelle ein, die den Steinwald mit allen Sinnen erlebbar macht.

Jedes Jahr ist das ehemalige Forsthaus beliebter Treffpunkt beim "Waldhausfest". Diese traditionsreiche Veranstaltung hat die Steinwald-Allianz wieder aufleben lassen. 2004, 2007 und seit 2008 jedes Jahr, mit Ausnahme des Jahres 2013, findet das Fest unter der Federführung der Mitgliedskommunen statt.

2016 fand das Waldhausfest am Sonntag, den 2. Oktober, statt. Nachdem im vorherigen Jahr das Thema Forstwirtschaft behandelt wurde, dreht sich 2016 alles rund um die Umwelt. Idyllisch am Wildgehege gelegen, bot das Waldhaus den perfekten Ort für einen Halt des "Erlebnis Umwelt"-Mobiles von Kaufland. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene konnten dabei eingies dazulernen. In Zusammenarbeit mit den Naturparken in Deutschland wurde auf spielerische Art und Weise die heimische Tier-  und Pflanzenwelt näher gebracht sowie für den Umwelt- und Klimaschutz im Alltag sensibilisiert. Obendrein winkte die Chance auf eine Ballonfahrt für die ganze Familie.

Öffnungszeiten

Sommerzeit: Freitag 13-18 Uhr, Samstag 10-18 Uhr, Sonn- und Feiertage 10-18 Uhr

Winterzeit: Freitag 13-17 Uhr, Samstag 10-18 Uhr, Sonn- und Feiertage 10-17 Uhr

Neben diesen garantierten Öffnungszeiten finden Sie auf der Beschilderung in Pfaben weitere tagesaktuelle                                                                                                          Zeiten.

Zum Ausschank kommen die Getränke der Schloßbrauerei Friedenfels. Natürlich stehen für die Gäste in der kalten Jahreszeit heiße Getränke wie Glühwein oder Eierlikörpunsch im Angebot. Die Speisekarte ändert sich jedes Wochenende. Aktuelles hierzu finden Sie auf der Facebook-Seite des Waldhauses.

Insgesamt bietet das Waldhaus Platz für 50 Personen (1. Raum 15 Personen/2. Raum 35 Personen).Das Waldhaus-Team nimmt gerne Gruppen für Weihnachts-, Familien-, Betriebs- oder Geburtstagsfeiern an. Es wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten. Für die kleinen Gäste steht in der unmittelbarer Nähe zum Waldhaus ein großer Spielplatz beim Rotwild-Gehege zur Verfügung.

Urlaub finden

Zimmer, Ferienwohnung oder Urlaub auf dem Bauernhof: Finden Sie Ihren perfekten Gastgeber.

Kontakt

Zweckverband Steinwald-Allianz
Bräugasse 6
92681 Erbendorf

Telefon: 09682/18 22 19-0

E-Mai: info@steinwald-allianz.de

Geschäftszeiten:

Mo - Do:   08:30 12:00 Uhr
                    13:00 17:00 Uhr
Fr:               08:30 12:30 Uhr

Besuchen Sie auch die Homepage des Naturparks Steinwald.